Die Technologie hinter der Abfüllung
Mineralwasser ist ein eng kontrolliertes, reines Naturprodukt. Sein Weg von der Quelle in die Flasche ist daher aufwändiger, als viele Konsumenten ahnen. Er beginnt mit der Erschließung der Quelle, die der Mineralbrunnenbetrieb nur mit amtlicher Genehmigung nutzen darf, und endet mit Qualitätskontrollen, wenn das Mineralwasser bereits im Handel ist.
Quelle: dialog-mineralwasser.de
Mineralwasser entsteht: reines, mineralhaltiges Wasser aus den Tiefen der Erde, das sich in undurchlässigen Reservoirs gesammelt hat: der Quelle. Genau hier beginnt der Prozess der Abfüllung.
Qualität sichern
Das Mineralwasser gelangt durch Rohre aus der Quelle in die oberirdische Brunnenstube des Mineralbrunnenbetriebs. Noch am Quellort muss es aus Gründen der Produktreinheit abgefüllt werden, so will es die Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO). Doch zuvor entzieht der Abfüller dem Wasser nachteilige Verbindungen aus Eisen, Mangan, Schwefel oder Arsen, manchmal auch Fluorid. Zuletzt kann der Kohlensäuregehalt des Wassers je nach Mineralwassersorte angepasst werden. Ein Großteil der festgelegten Fördermenge füllt der Mineralbrunnenbetrieb in Mehrwegflaschen aus Glas oder PET (Polyethylenterephthalat) ab. Selbstverständlich ist Hygiene hierbei oberstes Gebot. Deshalb machen Flaschenreinigung und -kontrollen einen wesentlichen Teil des Produktionsprozesses aus, der zumeist vollautomatisch abläuft.
Quelle: Mineralwasser.com
Auf die Flasche kommt es an
Doch zunächst werden die palettierten Leergutkästen in der Abfüllhalle ausgepackt und auf Vollständigkeit und Sortenreinheit der Flaschen geprüft. Auf dem Weg in die Waschmaschine entfernen Maschinen Deckel und Etiketten von den Flaschen, wobei ein „Sniffer“ genannter Sensor verunreinigte PET-Mehrwegflaschen aussortiert. Nach der Reinigung checkt ein Leerflaschen-Inspektor per hochauflösender Kamera die Flaschen auf Unversehrtheit des Materials, Fremdmaterialien oder Restverschmutzungen. Bis zu 40.000 Flaschen werden in einer Stunde kontrolliert und bei Bedarf durch neue ersetzt. Glas-Mehrwegflaschen sind etwa 50 mal befüllbar und damit doppelt so oft wie PET-Mehrwegflaschen. Ein Teil des Mineralwassers wird in PET-Einwegflaschen abgefüllt, die der Mineralbrunnenbetrieb aus sogenannten Preforms selbst herstellt. Sie bestehen zu einem großen Teil aus geschredderten PET-Flaschen, werden auf 120 °C erhitzt und in Flaschenform aufgeblasen. Kondrauer setzt hierbei jedoch zu 100% auf Mehrweg und verzichtet auf Produkte in PET-Einwegflaschen.
Kontrolle von der Quelle bis in den Handel
Auch die Kästen werden gereinigt und im Einpacker vollautomatisch mit den gefüllten und etikettierten Mineralwasserflaschen bestückt. Dabei kommen Ausrichtpacker zum Einsatz, die über Sensoren den Sitz des Etiketts erkennen und die Flaschen gut lesbar im Kasten positionieren. Über ein Transportband gelangen die Kästen zum Palettierer, der sie sicher auf Paletten verpackt. Jede Palette wird mit EAN-Etiketten (European Article Number) versehen und in das Lagerverwaltungssystem eingebucht. Dadurch sind jederzeit die genauen Lagerbestände bekannt und jede Charge kann von der Quelle bis zum Kunden nachverfolgt werden.
Quelle: mehrweg.org
Wasserqualität an erster Stelle
Bei all dem hat das mikrobiologische Überprüfen der Wasserqualität höchste Priorität. Es geschieht mehrmals täglich – in betriebseigenen Laboren genauso wie durch unabhängige Prüfinstitute und Lebensmittelüberwachungsbehörden. Dazu werden Stichproben direkt an der Quelle entnommen oder es finden Testkäufe im Handel statt. So bleibt Mineralwasser auch nach dem Abfüllprozess ein garantiert reines und sicheres Naturprodukt.


